XRechnung oder ZUGFeRD: der Unterschied in 3 Minuten

Beide Formate erfüllen die Norm EN 16931 und gelten als E-Rechnung. Der Unterschied liegt in der Verpackung.

XRechnung: die reine Datenform

Eine XRechnung ist eine XML-Datei ohne Ansichtsteil. Software liest sie direkt ein; Menschen brauchen ein Anzeige-Werkzeug. Für Rechnungen an deutsche Behörden (B2G) ist XRechnung der Standard — dort ist zusätzlich die Leitweg-ID des Auftraggebers anzugeben.

ZUGFeRD: PDF und XML in einer Datei

ZUGFeRD (ab Version 2 identisch mit dem französischen Factur-X) bettet die XML-Daten in ein PDF/A ein. Der Empfänger sieht ein normales PDF, seine Software liest das XML. Praktisch, wenn Ihre Kunden gemischt aufgestellt sind.

Was sollten Sie wählen?

B2G: XRechnung. B2B an automatisiert arbeitende Kunden: beides möglich, XRechnung ist die schlankere Wahl. Wichtig zu wissen: Der Empfänger darf eine gültige E-Rechnung nicht ablehnen, nur weil ihm das Format nicht gefällt — beide erfüllen die Norm.

Und die Übermittlung?

In Deutschland gibt es für B2B keine vorgeschriebene Plattform: Die Datei selbst ist die Rechnung, der Versand per E-Mail genügt. Das unterscheidet Deutschland von Frankreich (Plattformpflicht) und Belgien (Peppol-Netzwerk).

Direkt loslegen: kostenlose XRechnung im Browser erstellen — ohne Registrierung, Daten bleiben lokal.

Quellen